Ein wilder Surf von Insel zu Insel

Von , 1. Mai 2015 11:39

Utklippan – Rönne/Bornholm (93 nm) 29.4.2015

Bereits frühmorgens brechen sich die Wellen gischtartig an den Molenköpfen des Nothafens von Utklippan. Bei vorhergesagten 5-6 bft aus SW wird das wohl weniger gemütlich heute, zumal wir direkt gegenan segeln müssen.

Anfänglich können wir bei Sonnenschein und frischen Temperaturen sportliches Blauwassersegeln a la Ostsee genießen, müssen aber bald unser Neues Einleinen-Reffsystem probieren, da der Wind bis 23 kn zunimmt.

Neben dem Wind sind auch die überkommenden Wellen, die das Vordeck fluten, während sich unser Boot tapfer vorankämpft, ein eher nasses Vergnügen.

Bei hackiger, ungemütlicher Welle wird es auch im Magen flau. Während ein Teil der Mannschaft beim Segelwechsel die Fische oder das Ölzeug des Nachbarn füttert, liegen wiederum andere apathisch unter Deck und kämpfen mit Übelkeit und Schuettelfrost.

Die Bordküche ist heute eher bescheiden: Man isst das, was einem bei ausgeprägter Krängung aus den Schapps als erstes entgegenfällt. Die ausgeprägte Vorliebe der Mannschaft für Bananen ist an diesem Tag besonders groß, sie fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl auf dem Affenfelsen, sondern soll auch gut gegen Seekrankheit sein.

Gegen Abend nimmt der Wind ab und so können wir nach einem längeren Holebug um ein Uhr morgens in Rönne auf Bornholm festmachen.

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