Endlose Flaute und Moonlight- Sailing im Kalmarsund

Von , 30. April 2015 12:47

Nynaeshamn – Kalmar (162 nm)

Ein früher Start um 5 Uhr morgens lässt uns einen wundervollen Sonnenaufgang genießen.
Zwei Seehunde stecken ihre Köpfe unweit des Bootes aus der ölig-glatten See. Carsten fährt einen Begrüßungskreisel, aber die kleinen Kerle bleiben verschwunden.

Da heute ein langer Schlag ansteht, werden erstmals Wachen eingeteilt. Die endlosen Motorstunden bei Flaute nutzen wir zur Bootsverschönerung und Polieren das Cockpit: Es ist so kalt, dass man sich nach allen Regeln der Kunst Warmhalten muss. Wir versuchen uns einzubilden, dass es, je mehr es gen Süden geht, auch wärmer wird…

Eine Tümmlersichtung verschafft uns eine kleine freudvolle Abwechslung zum monotonen Getucker.

Nach einem fantastischen Sonnenuntergang erreichen wir in einer pastellfarbenen Dämmerung den nördlichen Kalmarsund. Die Silhouette der Insel Bla Jungfruen begleitet uns bis zum Einbruch der Nacht.

Plötzlich setzt Wind ein und so kommen wir am Ende des Tages zu einem unverhofften Segelgenuss bei Mond- und Sternenschein: Unter eiskaltem, klaren Himmel surft unsere x-43 lautlos wie auf Kufen mit 8 kn über die silberglänzenden Wellen.

Ein Lichtermeer vor Kalmar nebst einigen unbeleuchteten Tonnen, die manchmal nur haarscharf an uns im Finsteren vorbeiziehen, werden zur navigatorischen Finesse.

Um halb drei morgens können wir im Hafen von Kalmar auf unsere bisher längste Segelstrecke anstoßen.

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