Törnberichte

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Von , 4. Juli 2016 19:12

Und wieder gibt es einen aktuellen Törnbericht von der Abacus.
Viel Spaß beim Lesen!
Törnberichte

Törnberichte

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Von , 18. Mai 2016 19:31

Die ersten Törnberichte der noch jungen Saison sind online:
Törnberichte

Törnbericht Überführung

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Von , 18. August 2015 19:22

Vom Überführungstörn der neuen Abacus gibt es jetzt einen Törnbericht auf der Media-Seite

Endspurt!

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Von , 2. Mai 2015 19:41

Gedser – Heiligenhafen (ca.40 nm) 1.5.2015

Geweckt wird ein Siebtel der Crew vom energischen Klopfen der Hafenmeisterin am Bugkorb. Sie hat heute ihren ersten Tag und will wohl daher besonders eifrig um gefühlt fünf Uhr morgens die Liegeplatzgebühr eintreiben. Das wird zum mittleren Problem, da die Bordkasse noch geschlossen hat und stattdessen mit sehr empfehlenswerten pinkfarbenen Silikonohrstöpseln vom hektischen Treiben keine Notiz nimmt.

Der Skipper hat uns heute eine zusätzliche Stunde Schlaf gewährt und so machen wir uns einigermaßen ausgeruht auf den Weg nach Heiligenhafen – ans Ziel unserer Reise. Carsten schaltet um auf „Race-Modus“ – alle Mann setzen sich auf die Hohe Kante und versuchen mit Speed der dräuenden Gewitterfront hinter uns zu entkommen.

In einem abwechslungsreichen Sonne-Wolken-Mix fangen wir an, das Boot zu putzen: Wasser mit dem Pützeimer aus den Wellen fangen, Schrubber, Bürsten und Spüli ausgepackt und ran ans Werk! Nach einer Stunde erstrahlt die Lady in neuem Glanz nach der langen, aufregenden Seereise. Auch unser Ölzeug ist mit Seife durchtränkt und so startet im Cockpit eine kurzweilige Wasserschlacht, an deren Ende wir uns von der Haltbarkeit unserer Funktionskleidung überzeugen können.

In strahlendem Sonnenschein des Nachmittags taucht Fehmarn steuerbord voraus auf – wir gleiten entlang an der Küste der frühlingsgrünen Insel auf die Fehmarnsundbrücke zu, nicht ohne ein Pläuschchen mit der herannahenden Küstenwache zu halten. Sie hat unseren Probe-Funkruf abgefangen und zeigt sich sehr bemüht, uns beim Funkgerätcheck auf Kanal 20 zu unterstützen, jedoch leider ohne Erfolg. So wird die Instandsetzung und/oder Kalibrierung des Funkgerätes mit auf die immer länger werdende To-do-Liste gesetzt.

Mit zahlreichen Wenden passieren wir schließlich die monumentale Brückenöffnung – knapp scheint der Mast am Brückenbogen zu kratzen und schon sind wir wieder unter freiem Himmel. Die Marina von Heiligenhafen taucht bald vor uns auf und wir legen andächtig die letzten Meter bis zum Anleger zurück. Kaum zu glauben, dass unser Abenteuer, welches vor einer Woche begonnen hat, nun zu einem Abschluss findet. Die Zeit in Ingarö liegt für uns eine gefühlte Ewigkeit zurück – so viele Eindrücke konnten wir auf der Reise sammeln und wir sind froh, Crew und Boot wohlbehalten und munter ans Ziel gebracht zu haben.

Morgen übergeben wir den Staffelstab an Skipper Wolf und seine Crew und wünschen ihnen für die letzte Etappe nach Finki zur Bootstaufe eine gute und sichere Seereise und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Es verabschiedet sich eure Überführungscrew
(Skipper Carsten, Crew Tine, Kathrin, Jens S., Andreas, Jan-Michel, Tiina und Staff on Land Michael de Boer)

PS: Wir sehen uns am Sonntag, 10. Mai um 11 Uhr in Finki bei unserer Bootstaufe – seid dabei und erlebt unsere Neue live am Steg! Wir freuen uns auf Euch!!

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Die perfekte Welle

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Von , 2. Mai 2015 19:39

Rönne/Bornholm – Gedser (119 sm) 30.4.2015

Der Morgen dämmert auf Bornholm und wir setzen die Segel, um zunächst auf Halbwindkurs gen Westen zu gelangen.
Auch wenn man den Wetterberichten nicht immer trauen kann (eine Flaute entpuppte sich neulich als 10 kn Wind genau auf die Nase), können wir von Glück sagen, daß die Sonne uns auf dem Törn immer treu begleitet hat, so auch wieder heute.

Als die Wellen länger und höher werden, knackt Carsten erstmals die 10-kn-Marke bei einem rasanten Surf ins Wellental.

Der Nachmittag beschert uns den ersten Regenschauer des gesamten Törns und der Wind schläft ein. Motorenderweise fließen die folgenden Stunden ruhig und unspektakulär dahin. Den Bordchronisten haut es nach der Einnahme einer Pille gegen Seekrankheit zu einem komatösen Nickerchen aus den Socken – beim Skipper braucht es die doppelte Menge, bis auch er beschließt, eine Runde an der komfortablen Matratze zu horchen.

Nach einem belebenden Kaffee sehen wir Rügen und Hiddensee und das Leuchtfeuer von Dornbusch an Backbord in der dämmernden Ferne vorbeiziehen. Zum Einbruch der Dunkelheit ist nach dem Queren der Fahrrinne vor Gedser ein „rot-grünes Gehampel“ (O-Ton Jens) am Horizont auszumachen – die Lichtzeichen sind einigermaßen verwirrend und erinnern stark an die alljährliche Weihnachtsbeleuchtung in den Kaufhäusern.

Die Anfahrt auf den Yachthafen Gedser gestaltet sich zu einem spannenden Erlebnis: Bei langsamster Fahrt hangeln wir uns mit der Taschenlampe von Tonne zu Tonne des unbeleuchteten Nebenfahrwassers – einzeln tauchen die Seezeichen als kleine rote und grüne Punkte gespenstisch im Lichtkegel vor uns auf, um nach dem Passieren querab wieder im Stockdunklen zu verschwinden.

Mit der Aussicht auf einen kurzen morgigen Schlag ans Ziel fallen wir erschöpft in die Betten.

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